Institut für Kunstgeschichte
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Andreas Kablitz (Universität zu Köln): "Die Neubestimmung der Natur des Menschen in der Scholastik und ihre literarischen Wirkungen"

Gastvortrag zur Eröffung der zweiten Förderphase der DFG-Forschergruppe "Natur in politischen Ordnungsentwürfen: Antike - Mittelalter - Frühe Neuzeit"

12.01.2017

Zu den elementaren Voraussetzungen eines Konzepts der Natur in der westlichen Kultur gehört die christliche Unterscheidung zwischen dem ursprünglichen Zustand der Schöpfung und der zur Strafe des Menschen für sein Aufbegehren gegen Gottes Willen gefallenen, 'postlapsalen' Natur. Im Hinblick auf das Verhältnis zwischen ihnen vollzieht sich im Denken der Scholastik, im Besonderen bei Thomas von Aquin, eine bedeutsame Umbesetzung der überkommenen, wesentlich von Augustinus bestimmten Koordinaten. Während die jüngere Diskussion über die Entstehung des modernen Naturverständnisses vor allem Entwicklungen der spätscholastischen Philosophie dafür geltend gemacht hat, lässt sich demgegenüber bereits in der Hochscholastik eine folgenreiche Transformation im Naturverständnis beobachten, deren Folgen im Besonderen in der Literatur zu bemerken sind. Der Vortrag wird deshalb zunächst die Verwandlung des Konzepts der 'natura hominis' bei Thomas von Aquin und sodann ihre Wirkung auf die Literatur des 14. Jahrhunderts in Italien verfolgen.

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal A 214

Zeit: Donnerstag, 12. Januar 2017, 18 c.t.-20 Uhr

Anschließend findet ein Empfang im Lichthof der LMU statt. Hierzu bitten wir um vorherige Anmeldung bis 09.01.17 bei: iwona.stec@germanistik.uni-muenchen.de